5 Gründe für ein Revival des QR-Code

In: Allgemein

Alles Relevante über den QR-Code und wieso er sich in Zukunft doch durchsetzen wird.
Ein Plädoyer für den QR-Code: 5 Gründe für den Durchbruch des QR-Codes.

Die 5 Gründe, die für den QR-Code sprechen

  1. Neuer Einzahlungsschein Schweiz ab Mitte 2019
  2. Logistikprozesse nutzen den QR-Code auch
  3. Selfscanning im Supermarkt
  4. Bezahlen mit Handy und Kryptowährungen
  5. Digitale ID

Die Gründe sind weiter unten im Detail aufgeführt.

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Doch zuerst möchte ich noch folgende Punkte erklären:

  • Was heisst QR-Code überhaupt?
  • Seit wann gibt es den QR-Code?
  • Wieso hat er sich bisher nicht durchsetzen können?
  • Was ist der Nutzen für den User?
  • Wie sieht ein solcher Code aus?

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Was heisst QR-Code überhaupt?

Bestimmt haben Sie den QR-Code schon sehr oft gesehen, wussten auch, dass das ein QR-Code ist. Doch – Hand aufs Herz – wissen Sie auch, was QR überhaupt heisst? QR heisst Quick Response. Quick Response, also schnelle Antwort, weil man den Code nur abscannen muss. So kann man rasch eine Internetadresse aufrufen, ohne diese mühsam abtippen zu müssen.

Seit wann gibt es den QR-Code?

Der QR-Code wurde schon 1994 von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt. In mein Bewusstsein kam er ungefähr 1999. Damals dachte ich, dass aus dem QR-Code eine bedeutungsvolle Anwendung werden würde. Doch das war ein Fehleinschätzung. Man könnte auch sagen, ich war mit meiner Vorstellung einfach rund 20 Jahre zu früh, denn der QR-Code wird sich durchsetzen. Wetten?

Wieso hat er sich bisher nicht durchsetzen können?

Wenn ich heute in Online-Marketing-Seminaren den QR-Code im Mobile Marketing thematisiere und frage, was die Teilnehmenden von ihm halten, dann bekomme ich meist negative Antworten. Die meisten betrachten den QR-Code als Auslaufmodell, das sich nie durchsetzen konnte. Doch, wird er. Glauben Sie mir nicht? Dann kommt mein Plädoyer schon gleich.

Ganz zu Beginn wussten die Leute erst nicht, was dieser Code bedeuten soll und wie man ihn anwendet. Eine weitere Hürde war, dass man eine App installieren muss, die solche zweidimensionalen Codes lesen kann. In der Phase dachte man, der QR-Code würde sich im Marketingumfeld durchsetzen. Man druckte ihn also auf Plakate und Printinserate, sogar einmal auf eine Briefmarke, doch sie wurden fast nicht genutzt.

Auch in meinem Buch hätte ich beinahe für den Übergang von den gedruckten Beispielen zu den Online-Videos mit einem QR-Code gelöst. Doch als mein erster Sohn meinte, dass das in seinem Umfeld niemand nutzen würde, habe ich mich für Short-URLs entschieden.

Was ist der Nutzen für den User?

Wie schon oben ausgeführt, kann man eine URL einfach und rasch aufrufen. Doch aus Anbietersicht gibt es noch einen wichtigen Vorteil: Man kann die Anzahl der Aufrufe nämlich messen. Endlich konnte man Printwerbung unmittelbar ohne Marktforschung messen.

Wie sieht ein solcher Code aus?

Falls Sie noch nie einen QR-Code gesehen haben, möchte ich ihn hiermit abbilden.

Scannen Sie ihn doch gleich ab und schauen, wo Sie landen.

Beispiel eines QR-Codes

5 Gründe, wieso ich überzeugt bin, dass der QR-Code seinen Höhenflug erst vor sich hat

Grund #1 – Neuer Einzahlungsschein Schweiz ab Mitte 2019

Der neue Einzahlungsschein der Schweiz wird fundamentale Vorteile für alle bringen. Der Einzahlungsschein enthält einen QR-Code, der alle zahlungsrelevanten Informationen enthält. E-Banking geht dann noch rascher. Man scannt mit der E-Banking-App den Code, bestätigt die Transaktion und schon hat man die Rechnung bezahlt. Einfacher geht es fast nicht mehr. In anderen Ländern wird das heute schon so praktiziert.

Ab Mitte 2019 wird also jeder in der Schweiz den QR-Code kennen und anwenden lernen.

Grund #2 – Logistikprozesse nutzen den QR-Code auch

Wenn der Paketdienst Ihnen das nächste Mal ein Paket bringt, achten Sie, was er genau macht. Genau, er scannt das Paket, das heute in der Regel (früher noch der Barcode) einen QR-Code aufgeklebt hat. So kann der Logistikprozess rasch und ohne grossen Aufwand geführt werden. Der Checkin im Flughafen nutzt auch den QR-Code, was im weitesten Sinne auch ein Logistikprozess ist.

Grund #3 – Selfscanning im Supermarkt

In der Schweiz bieten unsere grossen Detailhändler, Coop und Migros, das Selfscanning an. Man scannt also die Produkte selber und nicht erst an der Kasse. Der Checkin bei der Migros erfolgt über einen QR-Code. In der Migros-App aktiviere ich diesen und halte ihn an ein Display. So starte ich heute meinen Einkauf. Das Scannen der Produkte erfolgt heute noch über den Barcode. Doch wie lange noch? Der könnte schon bald durch den QR-Code, NFC (Near Field Communication) oder RFID (Radio Frequency Identification) abgelöst werden.

Grund #4 – Bezahlen mit Handy und Kryptowährungen

Kryptowährungen werden trotz volatilen Märkten immer beliebter. Wenn Sie mit Bitcoin zahlen möchten, dann erfolgt das ebenso über einen QR-Code. Die Stadt Zug war die erste Kommune der Welt, die Bitcoin als Zahlungsmittel für eigene Dienstleistungen akzeptierte. Der Bezahlprozess erfolgt über diesen Code.

In Entwicklungsländern verfügt nicht jeder über ein Bankkonto und hat somit – ausser mit Bargeld – keinen Zugang zum Finanzsystem. Doch nun etablieren sich Apps, die für Zahlungen ohne Bankkonto genutzt werden können. Diese nutzen den QR-Code.

Grund #5 – Digitale ID

Erste Digitale IDs , die den QR-Code nutzen, kommen immer mehr auf. Die Stadt Zug hat sogar als erste Stadt der Welt eine digitale ID auf Basis der Blockchaintechnologie. Die Bürger/-innen können sich bei der Stadtverwaltung mit Hilfe des QR-Codes, der in der App generiert wird, ins System einloggen.

Die UNO möchte für alle Menschen auf der Welt die digitale ID fördern. Gerade in Zeiten der grossen Flüchtlingsströme wäre es hilfreich, wenn sich jeder Mensch ausweisen könnte. Es gibt mehr Menschen mit einem Smartphone als mit einem Bankkonto. Das Smartphone wird zum Pass dank der digitalen ID. Und die digitale ID nutzt eben auch den QR-Code.

Resumée

Das wird letztlich dem QR-Code zum Durchbruch für viele Jahre verhelfen. Wenn jeder Mensch auf diesem Planeten eine digitale ID hat, eine App zum Zahlen braucht  und alle Scanningprozesse denn QR-Code nutzen, dann hat sich dieser durchgesetzt.

Der QR-Code wird sich also dank einem Mehrwert für den User durchsetzen. Der Mehrwert findet nicht im Marketing statt, wie man 1999 noch glaubte, sondern bei Prozessen, sei es Bezahl-, Logistik oder Loginprozesse.

Und zu guter Letzt

Auf meiner neuen Visitenkarte, die ich Ende Februar 2018 bekomme werde, habe ich einen neuen QR-Code ganz bewusst gedruckt, der auf eine neue Landingpage führen wird. Testen Sie ihn doch gleich. Vielleicht dient Ihnen mein Fall ja gleich als Vorbild.

Und wenn Sie sich wundern, dass die Hintergrundfarbe meines QR-Codes auf meiner neuen Visitenkarte nicht schwarz ist, dann fragen Sie jemanden, der mich kennt. 😉

Neue Visitenkarte 2018 von Jörg Eugster mit QR-Code
Der QR-Code für auf die Landingpage: https://eugster.info/welcome

By: Jörg Eugster
4 thoughts on “5 Gründe für ein Revival des QR-Code

Wieder mal überzeugend, Jörg.

Allerdings, die persönlichen Betrachtungen am Anfang sind vielleicht etwas lang geraten. Man liest und liest und die fünf ausgelobten Gründe kommen einfach nicht. Glücklicherweise gehöre ich nicht zur Generation Smartphone, die solche Beiträge nur kurz scannt (wir hätten früher »überfliegt« gesagt) und ganz schnell wieder abbricht, weil schon die nächste WhatsApp reinkommt.

Kleiner Tipp, den ich von Journalisten habe. Die Titel gebenden fünf Gründe möglichst weit nach oben stellen und die persönlichen Anmerkungen folgen lassen.

Grüsse in die Schweiz
Michael

Antworten

Lieber Dieter-Michael, du hast ja sowas von Recht. Ich war in einem „Schreibrausch“ und habe das Fundamentalste übersehen. Bin ja selber kein Journalist, sondern Hobbyschreibere. Danke dir. Ich habe es schon korrigiert. Schaust du bitte nochmals drauf? Beste Grüsse Jörg

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